Die Dunkelfeldmikroskopie ist eine Variante der normalen Lichtmikroskopie. Es können insbesondere durchsichtige und kontrastarme Objekte ohne vorherige Färbung untersucht werden, was bei der normalen Durchlichtmikroskopie nicht ausreichend möglich ist. Dadurch können auch lebende Objekte sehr gut beobachtet werden, was vor allem für Biologen von Interesse ist.

Im Falle der Dunkelfelddiagnostik wird lebendes Blut – nur ein bis drei Tropfen, je nach Technik – auf einen Objektträger aufgebracht. Dieses Blut kann nicht nur in einer Erstdiagnose, sondern auch in einer Folgediagnose nach einigen Tagen im Hinblick auf Vitalität und deren Entwicklung untersucht werden.

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Wie funktioniert die Dunkelfeldmikroskopie?

Anders als beim normalen Lichtmikroskop wird beim Dunkelfeldmikroskop die Beleuchtung so eingestellt, dass die direkten Lichtstrahlen am Objektiv des Mikroskops vorbeigehen. Dadurch sieht der Betrachter nur das abgelenkte Licht.

Dies führt im Ergebnis zu einer Streuung des Lichts an kleinen Teilchen – etwa so, wenn die Sonnenstrahlen in einen dunklen Raum fallen und der schwebende Staub innerhalb der Lichtstrahlen sichtbar wird. Im Gegensatz zum Lichtmikroskop führt diese Form zu einem dunklen Bildhintergrund, vor dem sich die zu beobachtenden Strukturen hell abheben. Dadurch können von durchsichtigen Objekten mit nur sehr geringem Kontrast dennoch gut aufgelöste, kontrastreiche Bilder erzeugt werden, ohne dass eine vorherige Färbung des Präparats erforderlich ist. Auch lebende Objekte sind gut beobachtbar.

Die Dunkelfeldmikroskopie ist nicht etwa eine „moderne Erfindung“. Bis zur Entwicklung der Phasenkontrastmikroskopie in den 1930er Jahren war es die einzige Methode zur Kontrastverstärkung bei ungefärbten Präparaten.[/dropshadowbox]

Kriterien der Dunkelfeldmikroskopie

Die Kriterien, nach denen das Vitalblut beobachtet wird, sind vielfältig:

Zum einen wird die Anzahl und Aktivität der Symbionten untersucht. Symbionten sind kleinste Lebenskeime, die sich – je nach Milieu – entweder am Aufbau der Zellen, Gewebe und der Bakterienflora beteiligen (gesund) oder zu parasitären Wuchsformen bis hin zum Schimmelpilz entwickeln.

Zum anderen wird die Vitalität des Bluts im Hinblick auf den Gesamteindruck sowie die Anzahl, Gruppendynamik und Stabilität der roten Blutkörperchen beobachtet.

Außerdem sucht der Dunkelfelddiagnostiker nach Zykloden (teils aufbauende, aber meist destruktive Anzeichen von Pilz-Entwicklungen) sowie nach Symplasten (Abfall-Ansammlungen in konzentrierter Form aus Zyklodenanteilen, Schlacken und Verklebungen).

Bakterien erkennt man häufig erst am zweiten Tag, wenn sie aktiv werden oder aus den roten Blutkörperchen entweichen (beispielsweise Borrelien). Auch Streptokokken und Pseudomonaden kann man erkennen.

Auch die weißen Blutkörperechen werden analysiert

Untersucht werden auch der Zustand, die Anzahl, Gruppendynamik und Funktionsfähigkeit der neutrophilen Granulozyten, also der weißen Blutkörperchen. Diese sind bekanntlich eine Art Blut-Polizei und profitieren bei ihrer Arbeit von sauberem Blut. Sie ernähren sich von hochwertigen Fettsäuren.

Gesund sind sie frei, flirrend, beweglich und aktiv. Sind sie übersättigt durch Säure und Pilzderivate oder erkranken sie und erstarren dabei, dann wirken sie weißlich und unbeweglich. In der Folge siedeln sie sich zu Gruppen zusammen, ziehen Wälle verklumpter Erythrozyten mit sich und sind dadurch Wegbereiter für Geschwüre, Thrombosen, Lymphblockaden und Krebsgeschehen.

Weitere Informationen finden Sie in der PDF-Datei „Dunkelfeldmikroskopie – der Blick in den Mikrokosmos“, die Sie hier aufrufen können.